Geld anlegen

Bei der Suche nach der richtigen Geldanlage sind einige wichtige Faktoren von entscheidender Bedeutung. Neben der Sicherheit spielt auch die Laufzeit und die Rendite eine besondere Rolle. Im Laufe der letzten 100 Jahre kamen und gingen immer wieder die unterschiedlichsten Trends. Dabei konnten sich viele Neuheiten, wie beispielsweise das Sparbuch, langfristig etablieren und sind heute aus der Finanzwelt kaum noch wegzudenken.

Spätestens seit der Gründung der ersten Banken im 17. Jahrhundert hat das Thema Geldanlage nicht nur bei Experten sondern auch bei Privatanlegern einen besonderen Stellenwert. Die Idee in Krisenzeiten in Gold zu investieren ist nicht besonders neu und gerade sichere Geldanlagen wie das Tagesgeld, das Sparbuch oder das Festgeld erfreuen sich im 21. Jahrhundert großer Beliebtheit. Die Suche nach der optimalen Geldanlage ist jedoch gerade bei Privatanlegern von einigen wichtigen Kriterien abhängig.

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Geldanlage ist wohl die Sicherheit. Vor noch nicht einmal 100 Jahren kam es zum wohl größten Desaster in der Wirtschaftsgeschichte. Der Börsenkrach von 1929 ist vielen Menschen, auch in nachfolgenden Generationen, noch sehr präsent. Schließlich handelte es sich damals nicht nur um einige Fachleute, die falsche Entscheidung getroffen haben sondern um ganze Existenzen die zerstört wurden. Viele US-amerikanische Familienväter kamen an jenem Schwarzen Freitag zu ihren Ehefrauen nach Hause, um ihnen mitzuteilen, dass die ganzen Ersparnisse innerhalb von Stunden weggewischt wurden.

Spätestens seit der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 ist der Faktor Sicherheit bei nahezu jeder Geldanlage ein entscheidender Faktor. Vom einfachen Tagesgeld bis hin zur fondsgebundenen Lebensversicherung ist das Thema Risiko bzw. Sicherheit ein wichtiges Kriterium. Grundsätzlich sind alle Spareinlagen in Deutschland in Höhe von mindestens 100.000 Euro staatlich abgesichert. Neben den staatlichen Vorschriften sichern sich viele Banken innerhalb von Bankenverbänden zusätzlich ab. Dadurch ist das Geld so sicher wie nie zuvor. Darüber hinaus werden viele Banken immer wieder den unterschiedlichsten Stress Tests unterzogen und bewertet.

Neben dem Kriterium Sicherheit ist es vor allem auch die Höhe der Zinssätze, die für viele Kunden entscheidend ist. Schließlich soll sich das Geld so schnell wie möglich vermehren. Mittlerweile hat sich herauskristallisiert, dass die Sicherheit fast immer mit dem Zinssatz konkurriert. Wer sein Geld zu 25 Prozent Zinsen anlegt, kann davon ausgehen, dass der Anlagebetrag zumindest Schwankungen unterworfen ist. Im Vergleich dazu ist die Sicherheit beim Tagesgeld oder Sparbuch besonders groß, dafür fallen jedoch auch die Zinssätze geringer aus.
Diese beiden Faktoren spielen wohl die entscheidende Rolle bei der Suche nach der passenden Geldanlage. Doch wo sollten Kunden idealerweise ihr Geld unterbringen? Dies hängt in der Regel von der eigenen finanziellen Situation und den Präferenzen ab. Ein Familienvater mit einem Monatseinkommen von 1.100 Euro Netto hat beim Thema Geldanlage sicherlich andere Vorstellungen als der Vorstandsvorsitzende einer großen Aktiengesellschaft.

In erster Linie gibt es eine ganze Reihe von Anlagemöglichkeiten, die sich im Alltag über die letzten Jahre bewährt haben. Dazu gehört beispielsweise das Tagesgeld, aber auch das Sparbuch und das Festgeld. Obwohl das Sparbuch derzeit deutlich weniger Zinsen bietet als das Tagesgeldkonto, sind viele Privatanleger von den Qualitäten ihres Sparbuchs überzeugt. Der Grund hierfür könnte ein psychologischer Aspekt sein: Gerade für ältere Generationen ist das Tagesgeldkonto mit seinem Onlinebanking schwer greifbar. Das Buch mit den wichtigsten aktuellen Posten, gibt vielen Kunden hingegen ein Gefühl von Sicherheit.

Obwohl das Zinsniveau von Tagesgeld und Sparbuch in den 1990er Jahren durchaus vergleichbar war, ist das Tagesgeldkonto scheinbar uneinholbar davon gezogen. Im Jahr 2012 schwankte der Zinssatz zwischen 2 und 3 Prozent. Der entscheidende Vorteil beim Tagesgeld ist zweifellos die Flexibilität. Kunden müssen sich nicht an Kündigungsfristen halten und haben zu jeder Zeit Zugriff auf ihre Einlage.

Das Festgeld ist in Sachen Zinshöhe durchaus mit dem Tagesgeldkonto vergleichbar. Viele Banken bieten ihren Kunden sogar deutlich höhere Zinsen als für vergleichbare Tagesgeldkonten an. Im Gegenzug dazu verzichten Kunden auf ein Stück Flexibilität. Für das Festgeldkonto wird in der Regel eine Laufzeit vereinbart. Nach Ende der Laufzeit wird das Konto verlängert. Kunden haben die Möglichkeit, nach Ende der Vertragslaufzeit zu kündigen und ihre Geldanlage einschließlich Zinsen zurück zu bekommen.

Sowohl Festgeld als auch Tagesgeld bieten Kunden eine einfache Anlagemöglichkeit. Das Geld kann effektiv vermehrt werden und auch die Sicherheit ist bei beiden Varianten gegeben. Deshalb lohnen sich beide Anlagemöglichkeiten für diejenigen, die ihr Geld bis zu einem gewissen Termin sparen möchten. Darüber hinaus können Kunden beim Tagesgeld einen Anlagebetrag kurz zur Seite legen und erhalten am Ende des Jahres die entsprechenden Zinsen.

Neben vielen exotischen Geldanlagen gibt es auch Anlagemöglichkeiten die aus einem Hobby oder einer Leidenschaft herausentstehen. Dabei gibt es nicht wenige Anleger, die beispielsweise in Autos investieren. Wie bei vielen anderen Anlagemöglichkeiten, sollten Anleger hier eine große und ausgedehnte Sachkenntnis mitbringen. Die Kenntnisse und Erfahrung spielen gerade bei der Pflege der Autos eine entscheidende Rolle. Schließlich kann durch eine ordnungsgemäße Pflege und Restauration der Fahrzeuge der Wert erhalten, gesteigert, aber auch verringert werden.

Der Klassiker der Geldanlage dürfte wohl nach wie vor das Wertpapiergeschäft an der Börse sein. Mit Hilfe einer Aktie sichern sich Anleger den Anteil an einem Unternehmen. In der Theorie haben sie bei Jahreshauptversammlungen Mitbestimmungsrechte. Doch auf Grund vieler Großanleger, die oftmals große Aktienpakete kaufen, fällt in der Praxis das Mitbestimmungsrecht vergleichsweise gering aus. Gerade beim Thema Aktien sollten sich Anleger speziell mit diesem Thema auseinander setzen. Dabei sollte man zusätzlich das Risiko vorher festlegen.

Abschließend lohnt sich auch ein Blick auf echte Dauerbrenner. Dazu zählt beispielsweise die Investition in Gold. Diese Möglichkeit lohnt sich insbesondere in Krisenzeiten. In dieser Zeit wird traditionell viel in Gold investiert. Darüber hinaus lohnt sich auch das Immobiliengeschäft. Auch dieser Bereich setzt große Sachkenntnis voraus, doch mit dem Immobiliengeschäft haben Anleger einen entscheidenden Vorteil: Grund und Boden schwanken nicht im Wert sondern bleibt ungefähr gleich.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt das eigene Geld effektiv zu vermehren. Entscheidend ist dabei sowohl die Sicherheit als auch die Höhe der Zinssätze. Wer das Beste aus beiden Welten haben möchte, sollte es mit dem Tagesgeld oder dem Festgeld probieren. Viele anderen Anlagemöglichkeiten setzen viel Sachkenntnis voraus.

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