Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto gilt derzeit als einer der größten Dauerbrenner auf dem Markt der Geldanlage. Kunden können ohne Risiko ihr Geld zur Seite legen, von einer relative hohen Rendite profitieren und flexibel auf ihr Einlage zugreifen. Dank der einfachen Kontoverwaltung per Onlinebanking wird das Tagesgeldkonto zum Kinderspiel.

Sparen hat in Deutschland eine lange Tradition. Kein Wunder, denn gerade die Deutschen gelten als besonders effizient und sparsam. Wenn es ums Sparen geht, gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten, Geld zur Seite zu legen und idealerweise zu vermehren. Angefangen beim Sparschwein bis hin zum Sparbuch sind die Möglichkeiten scheinbar unbegrenzt. Doch wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens tun sich viele Deutschen mit Veränderungen schwer.

Beim Tagesgeldkonto handelt es sich um eine relativ moderne Geldanlage. Im Gegensatz zum Sparbuch verzichtet die Bank auf ein kleines Buch – stattdessen werden die wichtigsten Transaktionen per Onlinebanking durchgeführt und auch digital festgehalten. Für viele ältere Bankkunden ist dies gleichzeitig die größte Schwäche des Tagesgeldkontos: Wie sicher kann eine Geldanlage sein bei der man nicht Schwarz auf weiß seinen Kontostand auf einer Urkunde sehen kann? Mit dieser Meinung sind viele ältere Kunden nicht alleine.
Nüchtern betrachtet gibt es jedoch keine haltbaren Argumente gegen das Tagesgeldkonto, im Gegenteil: Beim Tagesgeldkonto profitieren Kunden von hohen Zinssätzen, die deutlich über dem Zinsniveau der Sparbücher liegen. Darüber hinaus sind Kontoinhaber nicht an die Öffnungszeiten der Bankfilialen gebunden. Wenn beispielsweise ein Tagesgeldkonto an ein Girokonto gekoppelt ist, können Kunden innerhalb von wenigen Minuten einen beliebigen Geldbetrag vom Girokonto auf das Tagesgeldkonto überweisen. Damit gelingt die Kontoverwaltung deutlich leichter und transparenter als beim Sparbuch.

Möglicherweise ist das wohl der Grund, weshalb das Tagesgeldkonto gerade unter jungen Kunden besonders beliebt ist. Kein Wunder, denn schließlich handelt es sich um eine sehr junge Form der Geldanlage. Das Tagesgeldkonto gibt es schon seit mehr als 20 Jahren, doch richtig populär wurde es erst im 21. Jahrhundert. Zuvor war es eher eine Lösung für mittelständische und große Unternehmen. Für große Firmen war es schon immer wichtig, liquide zu bleiben und jederzeit Zugriff auf das Bargeld zu haben. Mit dem Tagesgeld war dies schon immer spielend leicht möglich.

Ein weiterer entscheidender Vorteil beim Tagesgeldkonto ist der Wegfall der Kündigungsfrist. Während bei vielen anderen Geldanlagen eine Kündigungsfrist von drei Monaten und mehr erforderlich ist, können Kunden ihr Tagesgeldkonto weiter laufen lassen. Damit ist das Tagesgeldkonto noch einmal um ein Vielfaches flexibler als das Sparbuch oder das Sparkonto.

Bei der Suche nach dem perfekten Tagesgeldkonto gibt es einige wichtige Werkzeuge, die äußerst hilfreich sein könnnen. Dazu kann beispielsweise der Online-Vergleich gezählt werden. Per Vergleich kommen Kunden innerhalb weniger Sekunden an die besten Angebote – sei es nun ein Girokonto, eine Risikolebensversicherung, ein LED-Fernseher oder eben ein Tagesgeldkonto. In einem Vergleich haben Kunden innerhalb weniger Sekunden einen schnellen und präzisen Überblick über die wichtigsten Angebote. Dabei können Kunden die einzelnen Kriterien vergleichen und anschließend das passende Konto auswählen.

Beim Tagesgeldkonto gibt es einige entscheidende Schlüsselfaktoren, die bei der Auswahl des passenden Angebotes berücksichtigt werden sollten. Im Mittelpunkt steht dabei in erster Linie der Zinssatz. Die hohen Zinsen unterscheiden machen letztlich den Unterschied zwischen einem Tagesgeldkonto und einem Sparbuch aus. Während die Zinsen für das Sparbuch im Jahr 2012 bei 0,5 % und weniger lagen, bewegten sich die Zinssätze beim Tagesgeldkonto zwischen 2 und 3 %. Gerade bei hohen Anlagebeträgen bedeutet dies ein Vielfaches an Rendite.

Nun gibt es auch einige Unterschiede in der Höhe der Zinssätze und in der Konstanz. In der Regel bieten die Banken ihren Kunden schwankende Zinssätze an, die immer wieder dem Markt angepasst werden. Einige Geldinstitute legen jedoch auch einen Zinssatz fest, der über die gesamte Laufzeit – oder während einer bestimmten Laufzeit – gleich bleibt. Grundsätzlich lassen sich Anlagebeträge bei konstanten Zinssätzen deutlich leichter durchplanen. Doch wenn die durchschnittliche Höhe der schwankenden Zinssätze über dem konstanten Zinssatz liegt, sollten sich Kunden für den variablen Zinssatz entscheiden.

Ein zusätzlicher Faktor bei der Auswahl der Geldanlage ist die Einlagensicherheit. Inflation spielt in den Medien derzeit wieder eine dominante Rolle. Gerade die Euro-Krise hat dazu geführt, dass viele Verbraucher Angst um ihre Ersparnisse haben. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass alle Einlagen in Höhe von bis zu 100.000 Euro staatlich abgesichert sind. Dazu stellen viele Banken zusätzliche Fonds bereit, um Defizite in Krisenzeiten wieder aufzufangen. Diese Regelung gilt für alle Banken, die ihren Hauptgeschäftssitz innerhalb der Europäischen Union haben.

Gerade deshalb sollten Kunden bei der Wahl des Tagesgeldkontos auch die Lage der Bank berücksichtigen. In Staaten außerhalb der EU gelten zwar ähnliche Regelungen, doch Ausnahmen gibt e simmer wieder. Gerade diejenigen, die ihr Tagesgeldkonto online eröffnen, sollten ein besonderes Augenmerk auf das Herkunftsland der Bank legen. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob die Bank Niederlassungen in Deutschland hat. Ausschlaggebend ist der Hauptgeschäftssitz des Geldinstitutes.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Banken, die ihren Kunden die Möglichkeit geben, online ein Tagesgeldkonto zu buchen. Diese Möglichkeiten bringt das Internet mit sich, denn schließlich gibt es zahlreiche Geldinstitute, die um die Gunst der Kunden kämpfen. Das führt dazu, dass sich viele Banken immer wieder mit attraktiven Zinssätzen überbieten. Letztendlich profitiert der Kunde von der großen Konkurrenzsituation.

Der Kunde profitiert jedoch nicht nur in Form von Zinssätzen und Rendite sondern auch in Form von Geldgeschenken. Mittlerweile gibt es einige Banken, die ihren Kunden als Dankeschön eine Starteinlage in Höhe von 50 bis 100 Euro überweisen. Von diesen Angeboten sollten Kunden unbedingt Gebrauch machen, denn gerade durch diese Beträge kann die Rendite insgesamt deutlich gesteigert werden. Dadurch kommt es nicht selten vor, dass Kunden bei diesen Banken einen Zinssatz erreichen, der über das aktuelle Niveau der Branche hinaus geht.

Abschließend lohnt sich ein Blick auf das Zinsniveau des Tagesgeldkontos. Die Höhe der Zinsen ist in der Regel von den Schwankungen des Leitzinses der Europäischen Zentralbank abhängig. In der Regel liegt dabei der Zinssatz einige Zehntel unter dem Leitzins der Europäischen Zentralbank.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Tagesgeldkonto eine solide Anlagemöglichkeit für Zwischendurch bietet. Kunden können in nur wenigen Schritten ein neues Tagesgeldkonto im Internet eröffnen. Die Zinsen sind in der Regel deutlich höher als bei einem Sparbuch und die Kontoverwaltung funktioniert spielend leicht per Onlinebanking.

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