Tagesgeld Vergleich

Das Tagesgeldkonto gilt gerade unter jungen Privatanlegern als echter Dauerbrenner. Mit relativ hohen Zinsen erhalten Kunden viel Sicherheit und Flexibilität. Mit der Verbreitung des Internets haben immer mehr Menschen die Möglichkeit, online nach einem passenden Angebot zu suchen. Es hat sich zudem gezeigt, dass die Suche per Online-Vergleich deutlich effektiver ist, denn schließlich können Kunden schnell und einfach das beste Angebot finden.

Bis 1990 spielte das Tagesgeld in Deutschland überhaupt keine Rolle. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts waren Privatanleger mit ihrem Sparbuch vollauf zufrieden. Kein Wunder, denn schließlich gab das kleine schmale Büchlein vielen Kunden ein Gefühl von Sicherheit. Während das Handeln von Werpapieren in den Augen vieler Kleinanleger ein großes Risiko darstellte, konnte man sich auf die Sicherheit des Sparbuches scheinbar immer verlassen.

In den 1990er Jahren trat schließlich das Tagesgeldkonto als Konkurrenzprodukt auf den Markt. Unter Privatanlegern war diese neue Form der Geldanlage nicht besonders beliebt. Doch gerade größere Unternehmen machten sich den Entscheidenden Vorteil des Tagesgeldkontos zunutze: Der Kontoinhaber hat zu jeder Zeit Zugriff auf sein Konto. Dabei handelt es sich nicht nur um ein hohes Maß von Flexibilität sondern auch um den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Sparbuch.

Der Börsencrash im Jahre 2000 zwang viele Anleger zum Umdenken. Während die Börse lange Zeit Stabilität versprach, war vielen Anlegern spätestens nach diesem Absturz klar, dass eine Alternative her musste. Viele Privatanleger setzten auf das Tagesgeld. Bald gab es einzelne Banken die nur gegründet wurden, um ihren Kunden ein Tagesgeldkonto zur Verfügung zu stellen. Mitte der 2000er Jahre gab es einzelnen Direktbanken, die durch ihre Tagesgeldkonten mehr als 1.000 neue Kunden pro Tag gewinnen konnten.

Doch gerade in den ersten Jahren nach dem Börsencrash war die Rendite vergleichbar mit dem Zins-Niveau der Sparbücher. Dies änderte sich im Laufe der folgenden Jahre. Eine technische Entwicklung war maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich: Das Internet und die Direktbanken. Direktbanken setzen auf den nahtlosen Kontakt zwischen Geldinstitut und Kunde. Dabei verzichten die meisten Direktbanken auf eine große Zahl von Mitarbeitern. Darüber hinaus müssen Direktbanken keine Filialen betreiben. Der Kostenvorteil kann daher in höhere Zinsen umgemünzt werden.

Gerade deshalb gibt es mittlerweile eine große Zahl von Banken, die ihren Kunden Zinssätze von mehr als 3 Prozent anbieten können. Dabei orientiert sich der Zinssatz der Banken traditionell an dem Leitzins der Europäischen Zentralbank. Der Leitzins gibt an, zu welchem Zinssatz sich die Banken bei der Europäischen Zentralbank Geld beschaffen können. Deshalb liegt der Zinssatz beim Tagesgeld in der Regel einige Zehntel unter dem Niveau des Leitzinssatzes.

Das Tagesgeld sollte nicht mit dem Festgeld verwechselt werden, denn schließlich handelt es sich hierbei um zwei völlig verschiedene Geldanlagen. Beim Festgeld verzichten Kunden auf Flexibilität und profitieren stattdessen von überdurchschnittlich hohen Zinsen. Beim Tagesgeld erhalten Kunden einen soliden Zinssatz und kommen trotzdem in den Genuss hoher Flexibilität.

Der Tagesgeld Vergleich bietet Kunden die Chance, das perfekte Tagesgeldkonto zu finden. Mit einem Vergleich können Kunden die Kritieren betrachten, die bei der Suche nach dem Tagesgeldkonto entscheidend sein können. Einigen Kunden ist die Laufzeit besonders wichtig, während andere sich lieber auf einen gleichbleibenden Zinssatz konzentrieren. Doch welche Kriterien sind beim Tagesgeld Vergleich von entscheidender Bedeutung?

Zunächst einmal steht der Zinssatz im Mittelpunkt. Dieser Faktor spielt bei der Berechnung der Rendite eine wichtige Rolle. Der Zinssatz schwankt im Jahr 2012 zwischen 2 und 3 Prozent und liegt damit trotzdem noch über dem Niveau vieler Sparbücher. Dabei wird in der Regel auch angegeben, ob sich die Zinsen verändern. Einige Banken bieten ihren Kunden einen gleichbleibenden Zinssatz, während das Niveau bei anderen Banken schwankt.

Beim Zinssatz gibt es jedoch auch andere Kriterien, die nicht unterschätzt werden sollten. Dazu kann zweifellos die Auszahlung der Zinsen gezählt werden. Bei der Auszahlung gilt grundsätzlich: Je öfter die Zinsen ausgezahlt werden, desto renditeträchtiger ist die Geldanlage. Aus diesem Grund lohnt es sich, ein Tagesgeldkonto auszuwählen, bei dem die Bank einmal im Monat die Zinsen auszahlt.

Neben dem Zinssatz spielt vor allem die Rendite eine Rolle. Die Rendite ergibt sich aus der Laufzeit und der Zinshöhe der Geldanlage. Dabei kann man festhalten: Je länger die Laufzeit und desto höher der Zinssatz desto höher fällt in der Regel auch die Rendite aus. Deshalb sollten Kunden nicht nur die Höhe der Zinssätze sondern vor allem auch die Laufzeiten beachten.

Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Tagesgeld Vergleich sind Expertenmeinungen, Testberichte und Kundenmeinungen. Größere Geldinstitute werden immer wieder Stress Tests unterzogen. Dabei soll unter anderem festgestellt werden, wie schnell und effizient sie ihren Kunden die Spareinlage auszahlen können. Darüber hinaus kührt die Stiftung Warentest immer wieder den Sieger in der Kategorie “bestes Tagesgeldkonto”. Kundenmeinungen sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen, doch in der Regel ist auf das Urteil von Stiftung Warentest und anderen unabhängigen Instituten am ehesten Verlass.

Die Spalte “Besonderheiten” kann ebenfalls von Interesse sein. Hier wird in der Regel auch angegeben, inwiefern die Einlagen staatlich abgesichert sind. Gerade in Zeiten der Euro-Krise ist diese Information gerade für Privatanleger besonders wichtig. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Einlagen bei Banken innerhalb der Europäischen Union in Höhe von mindestens 100.000 Euro durch einen Fonds staatlich abgesichert sind.
Darüber hinaus werden in der Spalte Besonderheiten auch Zinsgarantieren vermerkt. In der Regel schwanken die Zinssätze beim Tagesgeldkonto innerhalb von einigen Monaten. Zahlreiche Banken bieten ihren Kunden stattdessen eine Zinsgarantie. Erfahrungsgemäß kann gesagt werden, je länger die Zinsgarantie, desto höher ist das Interesse des Kunden.

Abschließend werden Kunden oftmals Gutschriften angeboten. Diese Angebote sollten Kunden unbedingt wahrnehmen, denn alleine durch die Gutschrift kann sich die Rendite deutlich verbessern. Auf diesem Weg können Renditen von mehr als 4 Prozent pro Jahr erzielt werden. Dabei sollten Kunden die Gutschriften vor allem auch mit der Zinshöhe vergleichen. Wer also online ein Tagesgeldkonto unterschreiben möchte, hat die Möglichkeit sich ohne weiteres online das passende Konto zu sichern.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Tagesgeld Vergleich dem Kunden einen schnellen und einfachen Überblick verschafft. Aktuelle Angebote können miteinander verglichen, einzelne Kriterien können gegenübergestellt werden. Dabei wird nicht nur die Zinshöhe sondern auch die gesamte Rendite berücksichtigt. Kunden- und Expertenmeinungen sowie Testberichte können bei der Entscheidungsfindung behilflich sein.

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